Der Satellitenbetrieb im Amateurfunk ist ein faszinierendes und technisches Betätigungsfeld, das sowohl Kenntnisse in der Funktechnik
als auch ein gewisses Maß an organisatorischem Geschick erfordert. Um erfolgreich in den Satellitenbetrieb einzusteigen,
sind einige grundlegende Ausrüstungsgegenstände und Kenntnisse erforderlich.
Zunächst benötigen Sie ein geeignetes Funkgerät. Ideal sind Transceiver, die sowohl VHF- als auch UHF-Bänder abdecken, da viele Amateurfunksatelliten
in diesen Frequenzbereichen operieren. Oftmals sind Satelliten auf Frequenzen im 2-Meter-Band (144 MHz) für den uplink und im 70-Zentimeter-Band (432 MHz)
für den downlink angewiesen. Achten Sie darauf, dass das Funkgerät über eine Möglichkeit zur Frequenzänderung und einen stabilen Empfang verfügt.
Zusätzlich zu einem Funkgerät ist eine leistungsfähige Antenne unerlässlich. Yagi-Antennen sind besonders beliebt, da sie eine hohe Richtwirkung besitzen und somit die Signale effizient
empfangen und senden können. Eine rotierbare Antenne oder eine Antennensteuerung kann ebenfalls von Vorteil sein, um den Satelliten während seines Durchgangs am Himmel verfolgen zu können.
Ein weiteres wichtiges Element ist ein Computer mit entsprechender Software für die Satellitenverfolgung. Programme wie Gpredict oder SatPC32 ermöglichen es Ihnen,
die Position des Satelliten in Echtzeit zu verfolgen und berechnen die optimalen Zeiten für den Kontakt. Diese Software kann auch beim Einstellen der Frequenzen helfen
und bietet oft eine Schnittstelle zur Steuerung des Funkgeräts.
Darüber hinaus ist ein guter Empfangsfilter von Bedeutung, um Störungen durch andere Funkgeräte zu minimieren. Diese Filter können helfen, die Signalqualität zu verbessern
und die Kommunikation klarer zu gestalten.
Ein weiteres unverzichtbares Hilfsmittel ist ein Handbuch oder eine Anleitung für den spezifischen Satelliten, den Sie nutzen möchten. Jedes Satellitenprojekt hat seine eigenen
Betriebsrichtlinien, Frequenzen und Modulationsarten (z. B. FM, SSB oder digitale Modi), die es zu beachten gilt.
Die Kenntnis der Betriebstechnik im Amateurfunk ist ebenfalls entscheidend. Dazu gehören Kenntnisse über die richtige Nutzung von Funkprotokollen, das Verständnis
von QSO-Standards (z. B. das richtige Ansprechen und Beantworten von Rufen) sowie Kenntnisse über die speziellen Herausforderungen, die mit dem Satellitenbetrieb verbunden
sind, wie Dopplerverschiebung und Signalverzögerung.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Einstieg in den Satellitenbetrieb im Amateurfunk eine Kombination aus der richtigen Ausrüstung, technisch
en Kenntnissen und einer gewissen Vorbereitung erfordert. Durch sorgfältige Planung und das Erlernen der notwendigen Fähigkeiten können Sie erfolgreich am Satellitenbetrieb
teilnehmen und die Faszination der Kommunikation über den Himmel erleben.
02.02.2019 Am 15. November 2018 wurde Es’hail-2/P4A mit einer SpaceX Falcon 9 Trägerrakete von Cape Canaveral Air Force Station Space Launch Complex 40 in Florida gestartet.
Es’hail-2/P4A wurde gemeinsam von QARS (Qatar Amateur Radio Society) und Es’hailSat (The Qatar Satellite Company) entwickelt, unter technischer Führung von AMSAT-DL, und ist die erste geostationäre Amateurfunknutzlast.
Der Satellit hat seine Endposition bei 25,9 °E erreicht, und die Schmal- und Breitbandtransponder wurden am 23. Dezember 2018 und am 16./17. Januar 2019 erfolgreich getestet. Die Transponder werden voraussichtlich im Februar 2019 für den allgemeinen Gebrauch geöffnet.
Auf Antrag von AMSAT Deutschland e.V., QARS und Es’hailSat benennt AMSAT hiermit Es’hail-2/P4A als Qatar-OSCAR 100 (QO-100). Möge der 100. OSCAR-Satellit der Leitstern für zukünftige Amateurfunksatelliten und Nutzlasten auf der geostationären Umlaufbahn und darüber hinaus sein.
Drew Glasbrenner, KO4MA
AMSAT VP Operations / OSCAR Number Administrator
Die Antenne wird fest auf 26 Grad Ost ausgerichtet und muss nicht nachgeführt werden. Wer Astra TV auf 19,2 Ost sieht, der kann den direkt daneben stehenden ES Hailsat 2 arbeiten.
Die Ausleuchtzone aus dem 36000 KM entfernten Orbit ergibt eine beachtliche Reichweite, die von Südamerika über komplett Europa, Afrika, Asien bis nach Thailand reicht. Wir sprechen hierbei im kommenden Sonnenfleckenminimum über eine Erreichbarkeit von circa 110 DXCC Ländern.
Es können gleichzeitig 50 QSO’s in SSB oder beispielsweise bis zu 7600 PSK Verbindungen abgewickelt werden. Ähnlich wie beim Astra TV Empfang genügt ein herkömmlicher Sat Spiegel von 75 cm Durchmesser und ein Standard PLL LNB für den Empfang des 10,4 GHz Transponders im 3 cm Band. Das Signal vom LNB kann dann mit einem SSB tauglichen Scanner für 23 cm oder einem günstigen SDR-Stick direkt empfangen werden. Wer ein Allmode Gerät für 433 bzw. 144 MHz oder KW Gerät besitzt, der kann mittels Transverter das vom LNB ausgegebene 23 cm Signal passend auf den Bereich seines UHF, VHF oder KW Gerätes runter mischen.
Zum hoch senden wird ebenfalls ein UHF/VHF Allmode oder KW Gerät genutzt. Ein Transverter mischt das Signal auf die 2,4 GHz Transponder Uplink Frequenz und wird anschließend mit einer kleinen Endstufe auf die nötige Leistung von 5 Watt PEP verstärkt. Als Antenne kann wieder der Spiegel mit einer kleine zirkularen Helix im Feedpunkt eingesetzt werden oder eine separate Zirkular-Langyagi mit 22,5 dB Verstärkung.
Ein zweiter Transponder ist für ATV im Format DVB-S2 vorgesehen. Der Aufwand ist größer als bei SSB oder den Digitalverbindungen. Der Spiegel muss 1,2 Meter Durchmesser haben, das TV LNB muss für die ATV Frequenz umgebaut werden.
Zum senden werden im 13 cm Band beachtliche 100 Watt PEP benötigt.
Übrigens auch Interessant für unsere Klasse E Inhaber, die seit diesem Jahr das 13 cm Band mit 5 Watt PEP benutzen dürfen. 10 Ghz war bei Klasse E sowieso immer dabei.
Der Sat ist für eine Lebensdauer von 15 Jahren ausgelegt.
Mehr Informationen gibt es z.b. über folgende Seiten;
Mehr...
Mehr...
Homepage created by Markus Lang, DK9MLA | V1/V2/V3/V4 2013/2019/2022/2026 Desktop und Mobile Version © DARC e.V. Ortsverband Wächtersbach DOK F51